Kinesiologie

Kinesiologie steht in der Wissenschaft für die Lehre von der Bewegung. Der amerikanische Chiropraktiker Dr. George Goodheart beobachtete, dass sich physische und psychische Vorgänge im Menschen auch im Funktionszustand seiner Muskeln wiederspiegeln. Aus diesen Erkenntnissen entwickelte er 1964 die Grundlagen der Angewandten Kinesiologie, welche die Basis aller später entwickelten Kinesiologieformen darstellt. Die Angewandte Kinesiologie macht sich das körpereigene Rückmeldesystem unter Zuhilfenahme des Muskeltests zunutze. Der Muskeltest wurde übrigens schon von den alten Mayas in Mittelamerika angewandt, wenn sie trinkbares Wasser von nicht trinkbarem unterscheiden wollten. Heute wendet man den Muskeltest an, um energetische Blockaden aufzuspüren und auszugleichen. Dabei wird der Mensch in seiner Gesamtheit gesehen und dem Körper wird die Möglichkeit gegeben, über die Reaktion seiner Muskeln, selbst mitzuteilen, was ihm gut tut, ihm hilft oder was er lieber meiden sollte. Ende der 60-er Jahre entwickelte Dr. John F. Thie das Touch for Health aus den Grundlagen von Dr. Goodheart zur Gesundheitsvorsorge, die Abhilfe bei vielen körperlichen und emotionalen Problemen bietet. Touch for Health ist heute das weltweit am meisten verbreitete System der Kinesiologie.

Touch for Health (Gesund durch Berühren)

Touch-for-Health (TfH) ist eine Synthese zwischen östlicher Heilkunst und moderner westlicher Medizin. Es verbindet Erkenntnisse der Chiropraktik, Akupressur und Ernährungswissenschaften und stellt einen Weg zur ganzheitlichen Gesundheit dar. Der Erfolg ist sofort durch spezielle Muskeltests überprüfbar. TfH erfreut sich steigender Beliebtheit  und hilft:

  • die Energien zu stärken,
  • körperlichen Unausgeglichenheiten und Krankheiten vorzubeugen,
  • emotionale Belastungen auszugleichen,
  • die Beweglichkeit und das Zusammenspiel der Muskulatur zu verbessern,
  • die Haltung des Körpers zu verbessern,
  • Nahrungsmittel zu bestimmen, die sich günstig auf das Wohlbefinden auswirken,
  • den Heilungsprozess bei Krankheiten und Verletzungen günstig zu beeinflussen.

Meridiane, unser energetisches Fluss-System

Unsere Körperenergie, auch Chi genannt, fliesst in unseren Meridianen. Diese Energiekanäle sind mit einem Flussbett vergleichbar. Der Fluss der Energie ist bedingt durch die Polarität, in der wir leben. Wir erleben dies als hell-dunkel, warm-kalt, minus-plus, hart-weich, usw. (Prinzip von Yin und Yang). Dieser Energiefluss sorgt für einen Ausgleich zwischen den Polen und wir befinden uns im Einklang mit der Natur.
Treten allerdings Störungen oder Belastungen auf, so kommt es zu einer Verminderung des Energie­flusses. Dies kann mit einem Felsbrocken oder Baumstamm, welcher in einem Bachbett liegt, verglichen werden. Kleine Hindernisse kann der Bach aus eigener Kraft wieder beseitigen, grössere jedoch führen zu einem Stau vor dem Hindernis, bzw. zu Wassermanko dahinter. Das Energiesystem ist blockiert, wir fühlen uns schwach, und unser Wohlbefinden ist vermindert. In weiterer Folge kann dies zu Verdauungs-, Stoffwechsel- und Durchblutungsstörungen bis hin zu Krankheiten führen.
In der chinesischen Medizin werden insgesamt 14 Meridiane erwähnt, hiervon sind 12 spiegelbildlich sowohl auf der linken als auch auf der rechten Körperseite vorhanden. Letztere werden nach den Organen benannt, die durch die Meridiane mit Energie versorgt werden:


  • Magen-Meridian
  • Milz-Pankreas-Meridian
  • Herz-Meridian
  • Dünndarm-Meridian
  • Blasen-Meridian
  • Nieren-Meridian
  • Kreislauf-Sexus-Meridian
  • Dreifacher Erwärmer
  • Gallenblasen-Meridian
  • Leber-Meridian
  • Lungen-Meridian
  • Dickdarm-Meridian
Diese Grafik verdeutlicht die komplexen Zusammenhänge der einzelnen Meridiane.
Jeder weisse kleine Kreis steht für einen der zwölf Meridiane.


Diese 12 Meridiane fliessen in einem geschlossenen Kreislauf. So fliesst die Energie durch den Magenmeridian, dann den Milz-Pankreas-Meridian, Herzmeridian, usw. Nach dem Dickdarm-Meridian folgt wieder der Magenmeridian.
Zusätzlich gibt es zwei Meridiane, die genau in der Körpermitte fliessen und einen übergeordneten, geschlossenen Kreislauf darstellen:

  • Das Zentralgefäss (vom Schambein auf der Körpervorderseite bis zur Unterlippe)
  • Das Gouverneursgefäss (vom Steissbein auf der Körperrückseite über den Kopf bis zur Oberlippe)

Wodurch kommt es zu Energieblockaden?

In TfH werden 3 Komponenten (das Dreieck der Gesundheit) unterschieden, die Veränderungen des Energieflusses bewirken:

  • Strukturelle Komponente (Knochen und Muskeln)
  • Biochemische Komponente (Ernährung, Versorgung der Zellen mit Nährstoffen)
  • Psychisch-Emotionelle Komponente

Veränderungen aus allen 3 Bereichen wirken sich auf das energetische Niveau unseres Körpers aus. Gesunde, vollwertige Ernährung hebt das Energieniveau. Positive Gefühle wie Freude verbessern den Energiefluss. Ein hastiges Hinunterschlingen der Lebensmittel, behandelte Nahrungsmittel (gespritzte Früchte, raffinierter Zucker...), Probleme oder negative Emotionen, Verspannungen, Fixierungen in der Wirbelsäule usw. hemmen den Fluss der Körperenergien.

Störungen sind leicht überprüfbar

Jedes Unwohlsein hängt mit Blockierungen im Meridiansystem zusammen. Diese Blockaden können mit TfH erkannt werden, bevor es zu einer Krankheit kommt. So ist es möglich, rechtzeitig Konsequenzen und Massnahmen zur Korrektur zu ergreifen.
Da Meridiane nicht nur Organe, sondern jeweils auch bestimmte Körperbereiche und Muskeln mit Energie versorgen, kann durch gezielte Muskeltests der Energiefluss ausgetestet werden.
Führt ein Meridian zuwenig Energie, so weist auch der Muskel eine Schwäche auf. (Der Muskel schaltet ab). Nun wird der Meridianfluss korrigiert und über einen erneuten Muskeltest wird festgestellt, ob die Korrektur gewirkt hat. Dies ist auch für den Klienten deutlich nachzuvollziehen.

Korrekturen auf den Energie-Ebenen

Die Korrektur eines Meridians kann auf verschiedenen Ebenen erfolgen. So ist es oft erforderlich, zunächst mit den sogenannten neuro-lymphatischen Punkten zu arbeiten, um den Lymphfluss zu aktivieren. Die Lymphe, eine Zellflüssigkeit, welche den Transport von Nahrungsstoffen zu den Zellen und den Abtransport von Schlacken und Giftstoffen bewältigt, ist heutzutage oft aufgrund unserer Ernährungsweise und Umweltbelastungen blockiert.
Während die Massage der neuro-lymphatischen Punkte eine grobstofflichere energetische Korrektur darstellt, ist die Behandlung über die neuro-vaskulären Kontaktpunkte zur Unterstützung der Durchblutung in bestimmten Körperbereichen, der Meridiane oder der Akupressurpunkte eine feinstofflichere, energetische Korrektur.
Weitere Korrekturmöglichkeiten sind: Behandlung der Muskeln, Arbeit mit dem Spindel­zell­mechanismus oder Golgi-Sehnen-Rezeptoren, Verabreichung von Vitaminen und Spurenelementen, meridianspezifische Affirmationen, Töne, Buchstaben und Farben. Es gibt eine Vielzahl von Korrektur­möglichkeiten, in der Praxis werden jedoch meist nur die zuerst genannten Methoden angewandt.

Ziel von TfH

TfH ermöglicht, Meridianschwächen herauszufinden und gezielt zu korrigieren. Dadurch erhöht sich der Energiefluss und fördert somit eine bessere Versorgung aller Körperbereiche, insbesondere auch der Organe. Dies führt zu einem besseren Wohlbefinden und erhöhter Widerstandskraft gegenüber Belastungen durch Ernährung und Umwelt. Ein ungestörter Energiefluss verbessert die Gesundheit und hilft, leichter mit alltäglichen Lebenssituationen und Problemen umzugehen. Regelmässige Behandlungen mit TfH beugt Krankheiten vor, da sich Schwächen schon frühzeitig auf der energetischen Ebene zeigen.